konnten wir mithilfe des vorgefertigten PWM-Bausteins die Pulsweite (Einschaltdauer) eines PWM-Signals beeinflussen. Dies alles geschah
bei konstanter Frequenz des Signals. Sie betrug in allen Versuchen 1 Hz. Das heißt, dass das PWM-Signal eine Periodendauer von 1 Sekunde hatte. Es ist
möglich mit dem PWM-Baustein, das LOGO! Soft Comfort zur Verfügung stellt, auch eine gewünschte Frequenz einzustellen. Sie wird durch direkte Einstellung
der Periodendauer bestimmt. Hier zeigen wir drei Möglichkeiten, wie die Frequenz bzw. Periodendauer eines PWM-Signals
beeinflusst werden kann.
Direkte Werteingabe
Eine gewünschte Frequenz, sofern sie im laufenden Betrieb nicht geändert werden muss, kann direkt in dem PWM-Baustein eingestellt
werden. Mit wenigen Schritten kann sie durch Parameter-Konfiguration festgelegt werden. Nachdem der Baustein im Editor eingebunden wurde, kann
die Parameterebene mit Doppelklick erreicht werden:
Hier kann der periodische Zeitraum beliebig eingestellt werden. Unsere Einstellung beträgt 1 Sekunde. Damit haben wir eine Frequenz von 1 Hz
eingestellt. Gleichzeitig ist die Eingabe für Tastgrad (Duty Cycle) erforderlich. Mit der Größe bestimmen wir die Einschaltdauer innerhalb einer Periode.
Die hier vorgenommene Einstellung von 500 (Offset) bedeutet, dass der Tastgrad 50 % beträgt. Nachdem das Programm geladen, LOGO! gestartet und der
Schalter am Eingang I1 betätigt wurde, erhalten wir ein Signal, das für 500 ms den Zustand HIGH (Ein) und für 500 ms den
Zustand LOW (Aus) einnimmt.
Feste Wertvorgabe mit Analogverstärker
Der PWM-Baustein kann auch mit Werten von anderen Bausteinen versorgt werden. In dem folgenden Beispiel ist es ein Analogverstärker,
der dem PWM-Baustein die Frequenz vorgibt. Genau gesagt wird hier der periodische Zeitraum vorgegeben. Im Normalfall verstärkt diese Funktion einen
am analogen Eingang anliegenden Wert und gibt ihn dann am analogen Ausgang aus. Durch passende Parametrierung benötigt der Verstärker jedoch keine
weiteren Bausteine. Mit einem Doppelklick erreicht man die Parameterebene und kann notwendige Einstellungen vornehmen. In unserem Beispiel sehen
die Eingaben wie folgt aus:
Als Ergebnis erhalten wir ein PWM-Signal mit einer Frequenz von 0,5 Hertz (Periodendauer 2 Sekunden). Die in dem PWM-Baustein eingestellte
Impulsdauer (Offset-Einstellung 250) beträgt 500 ms. Das Signal hat also innerhalb einer Periode ¼ der Zeit ein HIGH-Potenzial und ¾ der
Zeit LOW-Potenzial.
Stufenlose Verstellung der Frequenz über Analogeingang
Die Frequenz des PWM-Signals kann auch stufenlos mit z.B. einem Potentiometer reguliert werden. Ein analoges Signal 0-10 V, das von einem
analogen Eingang empfangen wird, kann umgerechnet und zur Steuerung der Frequenz angewendet werden. Die Eingaben beziehen sich stets direkt auf die
Periodendauer. Daraus ergibt sich dann die aktuelle Frequenz. Verkleinert sich z.B. das analoge Signal, so wird auch die Periodendauer kürzer, was
folglich dazu führt, dass die Frequenz steigt. Vor der Verwendung müssen die analogen Eingänge aktiviert werden. Es können wahlweise zwei (Eingänge I7
und I8) oder vier (Eingänge I1, I2, I7 und I8) digitale Eingänge als analoge Eingänge definiert werden.
In unserem Beispiel wird der Anschluss I7 als analoger Eingang verwendet. Am digitalen Eingang I3 ist ein Schalter, mit dem die zuständige
Programmsequenz gestartet wird, angeschlossen. Bei Veränderung der Frequenz ändert sich automatisch auch die Impulsdauer. Der eingestellte Tastgrad
bleibt dann entsprechend unverändert. In unserem Beispiel beträgt er 50%.
(*Ü01)Anzumerken ist, dass bei LOGO! keine hohen Frequenzen erzielt werden können. Bei Bedarf muss man hier auf andere Hardware ausweichen.