Mit zwei Transistoren, zwei Kondensatoren und einigen Widerständen konstruieren wir nachfolgend einen LED-Stroboskop. Als Grundschaltung dient
hier eine astabile Kippstufe, die auch unter der Bezeichnung Multivibrator oder Taktgeber bekannt ist. Die Schaltung behält dauerhaft ihren Zustand nicht,
sondern kippt ohne Unterbrechung zwischen zwei Zuständen hin und her. Dadurch entsteht am Ausgang der Schaltung ein periodisches Signal, das man für einen
Blinker oder, wie in unserem Fall, für einen Stroboskop verwenden kann. Die Funktionalität basiert auf zwei Kondensatoren, die mit zwei Transistoren
verschaltet werden. Die Kondensatoren werden abwechselnd geladen und entladen. Sobald eine bestimmte Spannung an einem Kondensator erreicht wird, kippt die
Schaltung. Der Vorgang wiederholt sich dauernd, sodass Transistoren abwechselnd ein- und ausgeschaltet werden.
Die Schaltfrequenz der Schaltung hängt von den Werten der eingesetzten Kondensatoren und Widerstände ab. Sehr oft werden in einem so konstruierten Blinker
für beide Seiten gleiche Kondensatoren und Widerstände verwendet. Das bewirkt, dass die Impulse und Pausen dazwischen gleich lang bleiben. Um den Effekt
eines Stroboskops zu bekommen, verwendet man Komponenten mit unterschiedlichen Werten. Mit einem der Kondensatoren wird für kurze, helle Lichtblitze gesorgt.
Mit dem anderen können dann die Pausen reguliert werden, um verschiedene Schaltfrequenzen
einstellen zu können.