Wenn man sich diesen Beleuchtungsbereich im Internet anschaut, bekommt man den Eindruck, dass mit Leuchtdioden bestückte Leuchtstreifen bereits
alle anderen Leuchtketten vom Markt verdrängt haben. Ob kurz oder lang, ein- oder mehrfarbig, einfach oder dimmbar, fest oder biegsam, mit oder ohne
Fernbedienung- die Auswahl scheint endlos zu sein.
In diesem Beispiel experimentieren wir mit einem LED-Streifen, der aus 60 Leuchtdioden besteht. Die Leuchtdioden sind auf einem selbstklebenden, biegsamen
Streifen im Abstand von 15 mm voneinander entfernt untergebracht. Der Streifen ist so konzipiert, dass er zwischen den Leuchtdioden geschnitten werden kann.
Auf diese Weise kann die Länge des Streifens an die Anwendung angepasst werden. Damit der Streifen gegen Beschädigungen, Berührung und Feuchtigkeit geschützt
ist, ist er mit einem biegsamen und durchsichtigen Siliconmantel überzogen.
Für die Steuerung des Bandes gibt es grundsätzlich drei Leitungen. Zwei Leitungen werden für die Spannungsversorgung verwendet, mit der Leitung Nummer
drei werden Steuerdaten übermittelt. Die Spannungsversorgung des LED-Streifens beträgt 5 VDC.
Das Interessante an dem LED-Streifen sind die Leuchtdioden selbst. Es handelt sich um RGB‑Leuchtdioden, die intern aus drei LEDs gebildet werden.
Jede dieser Teil-Leuchtdioden steht für eine Grundfarbe: Rot, Gelb und Blau. Wenn berücksichtigt wird, dass jeder Farbe 256 Helligkeitsstufen zur Verfügung
stehen, können mit jeder WS2812-LED über 16 Millionen (256x256x256) Farben generiert werden.
Die Bezeichnung für diese Dreier-Kombination lautet WS2812. Damit ist jedoch noch nicht alles gesagt. Jede WS2812 Leuchtdiode ist zusätzlich mit einem
Controller-Chip ausgestattet und kann mithilfe nur einer Datenleitung angesteuert werden. Die Steuerdaten werden von einem Mikrocontroller an die Steuerchips
gesendet. Der Controller-Chip übernimmt dann anschließend die Steuerung der Leuchtionen. Um den LED-Streifen anzusteuern, werden keine weiteren elektronischen
Komponenten benötigt. Folglich sieht der Schaltplan äußerst einfach aus:
Schaltplan
Die Steuerung des LED-Streifens übernimmt in unserem Fall ESP32. Bei der angewandten Bibliothek handelt es sich um „Adafruit_NeoPixel.h“.
Um die Steuerung des LED-Streifens zu testen, bauen wir mithilfe des Streifens und durchsichtigen Spiegel einen „Unendlichkeitsspiegel“ auf. Im Internet
findet man sehr viele Projekte, die unter dem Namen „Infinity Mirror“ auf YouTube und woanders vorgestellt werden. Meistens werden die verwendeten Spiegel
parallel eingesetzt. In unserem Beispiel wollen wir ausprobieren, welche Effekte entstehen, wenn die Spiegel schräg
zueinander angebracht werden.
Programm (Sketch)
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// LED-Streifen mit WS2812-Leuchtdioden
// Eine Schaltung mit ESP32
// Arduino IDE 2.3.8
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Im Normalfall hat die erste LED der Kette die Nummer Null. Im Programm werden die LEDs ab Nummer 11 angesteuert. Das liegt daran, dass die
ersten LEDs des Streifens in „Unendlichkeit“-Spiegel keinen Platz fanden und einfach nicht verwendet werden.